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Teil 5: Von der Bezirksliga in den Schachhimmel und zurück (1970 bis 1979)
Im Jahr 1970 fand das 50-jährige Vereinsjubiläum der SG Glückstadt mit zahlreichen Veranstaltungen einen würdigen Rahmen. So spielte beispielsweise der deutsche Spitzenspieler Robert Hübner am 30. Mai an 30 Brettern simultan. Nur Karl Nissen gelang es, ihn zu besiegen. Gegen die anderen Teilnehmer hielt sich Hübner schadlos.
Einen Tag später fand ein Mannschaftsblitzturnier statt, das unter Teilnahme von Robert Hübner auch erwartungsgemäß vom hohen Favoriten SG Porz Köln gewonnen wurde.
Auch gab es ein Freundschaftsspiel gegen den benachbarten SK Kollmar. Dieser Vergleich wurde von den Glückstädtern deutlich gewonnen:
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SG Glückstadt
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8:1
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SK Kollmar
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Poschmann
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½:½
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Krull
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Reimers
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½:½
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Semmelhaack
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Appel
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1:0
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Kasch
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Kröncke
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1:0
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Parden
|
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Wagner
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1:0
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Henschel
|
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D. Friedrichsen
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1:0
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G. Thormählen
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Timm
|
1:0
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K. Thormählen
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Rutkowski
|
1:0
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Baczinski
|
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Michel
|
1:0
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Kühl
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Auch bei der Bezirksmannschaftsmeisterschaft spielten die Glückstädter ausgesprochen erfolgreich: Mit 13:1 Punkten belegten sie punktgleich, aber mit zwei Brettpunkten weniger, Rang 2 hinter dem Meister Schach-Klub Brunsbüttelkoog. Da die Brunsbütteler einen Kampf gegen die SG Meldorf kampflos mit 8:0 gewonnen hatten, boten sie der SG Glückstadt einen Stichkampf um den Aufstieg in die gerade neu gegründete Verbandsliga Süd an. Dies war ausgesprochen fair von den Dithmarschern, da sie nach damals geltender Turnierregelung aufgestiegen waren.
Den Stichkampf konnten die Steinburger dann für sich entscheiden und somit die Qualifikation der Verbandsliga Süd erreichen. Zur Aufstiegsmannschaft gehörten die Spieler Reimers, Poschmann, Appel, Nissen, Matys, Wagner, Michel, Richard, Tiegs und Kröncke.
Vereinsmeister und „Jonny-Eberlin-Pokalsieger“ der SG Glückstadt im Jahre 1970 wurde Helmut Appel, während Josef Poschmann den Titel des Steinburger Kreismeisters erringen konnte.
In der Saison 1970/71 schaffte die SG Glückstadt als Verbandsliga-Aufsteiger einen sensationellen zweiten Platz in der Verbandsliga Süd.
Die zweite Glückstädter Mannschaft erreichte zudem noch den Meistertitel in der Kreisklasse.
Auch bei den Jugendlichen waren die Glückstädter erfolgreich, so konnte z. B. Markus Wilckens das Nachwuchsturnier für Schüler in der Kategorie U 14 gewinnen. Bernd Lohmann erreichte im gleichen Turnier Platz 5.
Der Glückstädter Wagner wurde in die Jugendauswahl Schleswig-Holsteins berufen und nahm hier an einem Länderturnier teil. In der A-Jugend-Meisterklasse erreichte Wagner mit 5½ Punkten den sechsten Platz. Turniersieger wurde Osterkorn (SG Dithmarschen) mit 6½ Punkten.
Im Jahr 1971 gab es auch noch organisatorische Neuigkeiten bei der SG Glückstadt, da Herbert Mitternacht den nur zwei Jahre amtierenden Vorsitzenden Karl Michel in seinem Amt ablöste. Karl Michel, der seine Sache als 1. Vorsitzender recht gut machte, verschlug es beruflich leider nach Niedersachsen.
1971 gab es auch den ersten Versuch einer Dokumentation namens „Glückstädter Schachnachrichten“. Die damalige Idee einer Schach-Vereinszeitung stammte vom damaligen Jugendwart Helmut Appel. Leider konnten sich die „Glückstädter Schachnachrichten“ aber nicht beständig durchsetzen und so schlief dieses Blättchen irgendwann wieder ein. Ein Blick in damalige Ausgaben zeigte, dass hier auch Partien überliefert wurden:
Kröncke - Brylka 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Sxe4 6.d4 b5 7.Lb3 d5 8.dxe6 Le6 9.c3 Sc5 10.Lc2 Lg4 11.Tel d4 12.h3 Lh5 13.g4 d3 14.Lb3 Lg6 15.e6 f6 16.Le3 Sxb3 17.axb3 Dd5 18.Sd4 Sxd4 19.cxd4 b4 20.Sd2 Ld6 21.Sc4 Le4 22.Ta5 Db7 23.f3 Lxf3 24.Dxd3 Lg3 25.Lf2 Lxf2 26.Kxf2 Ld5 27.e7 Lxc4 28.bxc4 c6 29.Th5 g6 30.Txh7 Tg8 31.Th6 Dc7 32.Txg6 Dh2+ 33.Kfl Df4+ 34.Ke2 Kxe7 35.Kdl+ Kd6 36.c5+ Kd7 37.Txg8 Txg8 38.Dh7+ 1:0
Reimers - Michel 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 d6 6.Tel Le7 7.h3 0-0 8.c3 h6 9.d4 exd4 10.cxd4 Ld7 11.a3 Te8 12.Sbd2 13.Lc2 Sh7 14.Sf1 Se7 15.Sg3 c6 16.e5 Le6 17.exd6 Dxd6 18.Se5 Sf6 19.Dd3 Sed5 20.Sh5 Tac8 21.Lf4 c5 22.Sc4 Dc6 23.Le5 Le7 24.Sxf6 Sxf6 25.Lxf6 Lxf6 26.Dh7+ Kf8 27.Le4 Ld5 28.Lxd5 1:0
Mitternacht - Janle 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.Ld2 c5 5.d5 exd5 6.cxd5 0-0 7.e3 d6 8.Se2 Lf5 9.Sg3 Lg6 10.Lc4 a6 11.a3 b5 12.axb4 bxc4 13.bxc5 dxc5 14.Df3 Sbd7 15.e4 Se5 16.De2 Sd3+ 17.Kf1 Sxb2 18.f3! Tfe8 19.Le3 Sd3 20.Da2 Sb4 21.Dd2 ½:½
Im internen Vereinsturnier konnte sich Helmut Appel vor seinen Kontrahenten Nissen, Kröncke und Wagner durchsetzen. Jugendvereinsmeisterin wurde Christine Friedrichsen vor Jürgen Herrmann und Heldt.
Das „Jonny-Eberlin-Gedächtnisturnier“ wurde von Manfred Kröncke mit 10 aus 11 gewonnen. Platz 2 teilten sich Wagner und Hoffmann, während Platz 4 an Rolf Timm ging. Helmut Appel landete bei diesem Turnier im Mittelfeld.
Den Kreisvergleich 1971 gewann Steinburg gegen Dithmarschen knapp mit 11:9, wobei Glückstädter Spieler immerhin fünf Punkte beisteuerten.
In der Saison 1971/72 erreichte das Team SG Glückstadt I einen ordentlichen vierten Platz mit 9:5 Mannschaftspunkten. Dabei gab es u. a. Siege gegen den SK Schwarzenbek und Inselspringer Ratzeburg, allerdings auch die fast schon (zu damaliger Zeit) obligatorische Niederlage gegen den Itzehoer SV I.
Im Vereinsturnier erreichte der damals 21jährige Student Manfred Kröncke den Vereinsmeistertitel mit neuneinhalb Punkten aus elf Partien. Damit hatte er einen halben Zähler Vorsprung auf Helmut Appel. Gemeinsame Dritte wurden mit je achteinhalb Punkten die Spieler Wagner und D. Friedrichsen. Wagner wurde zudem auch Steinburger Kreismeister.
Das „Jonni-Eberlin-Gedächtnisturnier“ sah 1972 einen genau umgekehrten Ausgang: hier siegte nach Stichkämpfen diesmal Appel über Kröncke.
Neuer Jugendvereinsmeister von 1972 wurde Jürgen Herrmann vor Martin Wilckens, Günter Petersen und Rolf Stieper.
Bei den Jugend-Landesmeisterschaften 1972 in Büsum spielten sogar vier Jugendliche der Schachgesellschaft in ihren altersgemäßen Meisterklassen: Detlef Friedrichsen erreichte mit fünf Punkten und Platz 7 die beste Ausbeute bei den Jungen, während Heldt und Herrmann in den jeweiligen Meisterklassen schwer zu kämpfen hatten.
Das herausragendste Ergebnis aus Glückstädter Sicht erreichte damals aber ein Mädchen: Hilke Jessen wurde mit fünfeinhalb Punkten aus sechs Runden Mädchen-Landesmeisterin von 1972. Sie landete damit vor Dietlinde Scheil, die es auch immerhin noch auf sehr beachtliche 5 aus 6 brachte.
Interessant war 1972 auch ein Jugendvergleichspiel zwischen Glückstadt und einer kombinierten Jugendmannschaft aus Elmshorn und Kollmar:
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SG Glückstadt
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6:4
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Elmshorn/Kollmar
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J. Herrmann
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0:1
|
Gralla
|
|
Wilckens
|
1:0
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J. Scheller
|
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Petersen
|
0:1
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Steinwender
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Chr. Friedrichsen
|
1:0
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C.-D. Scheller
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|
H. Köller
|
0:1
|
Maaß
|
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K.-D. Herrmann
|
1:0
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Baczinski
|
|
H. Jessen
|
0:1
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Köster
|
|
Lohmann
|
1:0
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G. Dewitz
|
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Holm
|
1:0
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Fricker
|
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D. Köller
|
1:0
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Baumgart
|
Aufgrund der damaligen aktiven Jugendarbeit war auch anhand der Mitgliederliste auszumachen, dass sich die Schachgesellschaft auf bestem Wege befand. Laut Mitgliederliste vom Januar 1972 zählte die Schachgesellschaft Glückstadt über 30 Mitglieder.
Nach zwei guten Jahren in der Verbandsliga Süd musste die SG Glückstadt leider wieder den Weg in die Bezirksliga Westküste antreten, da Platz 6 von acht Teams nicht für den Klassenerhalt ausreichte. Erfolgreichster Spieler des Teams war Herr Mitternacht mit sechs Punkten aus sieben Spielen. Erfolgreich waren auch Manfred Kröncke (4 aus 7 am Spitzenbrett) und Rolf Stieper (2 aus 2).
Die SG Glückstadt-Schachjugend ging dafür den umgekehrten Weg und qualifizierte sich u. a. durch Siege über die Kieler SG und die SG Neumünster für die Jugendlandesliga Schleswig-Holstein.
Eine Bestätigung für die tolle Jugendarbeit innerhalb des Vereins! Zu den Leistungsträgern dieses Teams gehörten Jürgen Herrmann, Hilke Jessen, Markus Wilckens, Rolf Stieper, Christine Friedrichsen und Günter Petersen.
Auf der Jahreshauptversammlung im Mai 1973 wurde Alfons Matys zum Ehrenmitglied der Schachgesellschaft ernannt. Zudem wurde den Herren Josef Poschmann und Heinrich Früchtenicht für über 25jährige Vereinsmitgliedschaft die goldene Vereinsnadel verliehen. Die silberne Vereinsnadel für 15 Jahre Vereinszugehörigkeit erhielt Herbert Wünschenmeyer.
Beim Spielbetrieb der SG Glückstadt erreichte Georg Hoffmann mit 11 aus 11 (!!) Platz 1 im „Eberlin-Gedächtnisturnier“. Auf den Plätzen folgten Reimers (9½), Kröncke (8) und Wagner (7½).
Die SG Glückstadt beantragte im März 1973 eine Änderung der Meldemöglichkeiten. Hierbei geht es darum, dass größere Vereine Meldevorteile gegenüber kleinen Vereinen haben. Diesem Antrag wird beim Osterkongress 1973 auch mit großer Mehrheit zugestimmte, d. h. das jeder für die Verbandsklasse gemeldete Spieler höchstens zweimal in der Landesliga spielen darf, ohne sich festzuspielen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Großvereine durch ,,Strohmänner" ihre Aufstellungen manipulieren und dadurch kleinere Vereine benachteiligt werden.
Die Vereinsmeisterschaft der SG Glückstadt wurde über die Spielzeiten 1973/74 ausgetragen und fand in Heinrich Reimers ihren Titelträger. Dieser konnte sich im Stichkampf gegen Wolfgang Baczinski durchsetzen. Platz 3 erreichte Jürgen Herrmann, während Platz 4 von Peter Magdorf belegt wurde.
1974 versuchte das Teams SG Glückstadt 1 die Rückkehr in die Verbandsliga Süd zu erreichen, doch dies konnte trotz guter Platzierung nicht verwirklicht werden. Für SG Glückstadt I spielten damals Kröncke, Appel, Reimers, Wagner, Nissen, Poschmann, D. Friedrichsen, Mitternacht, Stieper, Timm, Baczinski, Schacht, Szewczyk und J. Herrmann.
Bei der Deutschen Einzelmeisterschaft der weiblichen Jugend in Lehrte erreichte Christine Friedrichsen mit vier Punkten aus sieben Spielen Platz 6.
Das „Jonni-Eberlin-Pokalturnier“ konnte nach drei Entscheidungspartien von Manfred Kröncke vor Helmut Appel und Wolfgang Baczinski gewonnen werden.
1975 war es endlich soweit, die Schachgesellschaft Glückstadt schaffte die Rückkehr in die Verbandsliga Süd. Mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung vor dem SK Kollmar wurde das Team SG Glückstadt I Bezirksmeister. Für den Meister spielten Kröncke (4½/7), Reimers (5½/8), Baczinski (4½/8), Herrmann (5/8), D. Friedrichsen (4/6), Magdorf (3½/6), Mitternacht (6/8), Szewczyk (4/6), Timm (½/1), Christine Friedrichsen (2/2) und Poschmann (1/2). Die einzige Niederlage gab es gegen das Team Itzehoer SV II (2½:5½).
Die Endtabelle:
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1.
|
SG Glückstadt
|
42½
|
14:2
|
|
2.
|
SK Kollmar
|
37½
|
13:3
|
|
3.
|
Itzehoer SV II
|
37½
|
14:4
|
|
4.
|
SF Burg
|
33½
|
9:7
|
|
5.
|
SK Brunsbüttel
|
30
|
7:9
|
|
6.
|
SK Hohenlockstedt
|
27½
|
6:10
|
|
7.
|
Büsumer SV
|
26½
|
5:11
|
|
8.
|
Heider SV
|
24½
|
4:12
|
|
9.
|
SG Meldorf
|
23
|
2:14
|
Auch ansonsten waren die Glückstädter mannschaftlich aktiv. So gewann das Glückstädter Jugendteam, bestehend aus Baczinski, Stieper, Christine Friedrichsen und Szewczyk das Jugendturnier der Brunsbütteler Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre SK Brunsbüttel“.
Auch zwei Jugend-Freundschaftskämpfe gegen den SK Kollmar konnten gewonnen werden (5:2 und 3½:2½).
Christine Friedrichsen nahm auch erneut bei der Deutschen Einzelmeisterschaft der weiblichen Jugend teil, weil sie in Schleswig-Holstein erneut (wie im Jahr zuvor!) alles dominierte.
Diesmal fanden die Meisterschaften vom 8. Juli bis zum 16. Juli 1975 in Wesel/Nordrhein-Westfalen statt. Christine erreichte hinter Barbara Hund und Gisela Fischdick gemeinsam mit Marianne Diller einen unglaublich guten geteilten dritten Platz.
Die Elbstädter hatten aber nicht nur im Jugendbereich Erfolge vorzuweisen, sondern auch im Herren-Einzel: Manfred Kröncke belegte bei der stark besetzten 2. Offenen Barmstedter Stadtmeisterschaft mit sechseinhalb Punkten aus neun Runden einen guten vierten Platz. Das Turnier wurde übrigens überlegen vom Barmstedter Dr. Koslovac (8½ aus 9) gewonnen.
Bei der internen Glückstädter Vereinsmeisterschaft 1975 erreichte erneut Heinrich Reimers Platz 1 und konnte somit seinen Titelgewinn von 1974 verteidigen. Zweiter mit siebeneinhalb Punkten aus zehn Runden und einem Punkt Rückstand auf den alten und neuen Vereinsmeister wurde der 16jährige Nachwuchsspieler Andreas Szewczyk. Platz 3 mit sechseinhalb Punkten ging an Herbert Mitternacht.
Das „Jonni-Eberlin-Gedächtnispokalturnier“ wurde von Hans-Werner Stark gewonnen. Der Itzehoer Neuzugang konnte sich eindrucksvoll mit 18 Punkten aus 19 Partien in Szene setzen. Im dahinter liegenden Verfolgerfeld befanden sich u. a. die Spieler Appel, Kröncke und Baczinski.
Einfach Unglaubliches brachte das Jahr 1976 mit sich, denn das Team SG Glückstadt I wurde als Aufsteiger gleich Verbandsligameister. Mit 14:2 Punkten (es gab außer den beiden 4:4 gegen Schlutup und Schwarzenbek nur Siege) wurde das Team Meister vor dem Itzehoer SV I. Auch Itzehoe brachte es mit 13:3 Mannschaftspunkten auf eine beachtliche Ausbeute, doch das entscheidende Steinburg-Derby wurde mit 2½:5½ verloren.
Somit kam folgende Endtabelle zu Stande:
Verbandsliga Süd 1975/76
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1.
|
SG Glückstadt
|
14:2
|
|
2.
|
Itzehoer SV I
|
13:3
|
|
3.
|
SK Schwarzenbek
|
11:5
|
|
4.
|
SV Schlutup Lübeck
|
9:7
|
|
5.
|
Lübecker SV II
|
7:9
|
|
6.
|
Bundesbahn Lübeck
|
7:9
|
|
7.
|
Post Lübeck II
|
6:10
|
|
8.
|
SK Kaltenkirchen
|
5:11
|
|
9.
|
VfL Geesthacht
|
0:16
|
|
10.
|
SG Dithmarschen
|
zurückgezogen
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Für das Team SG Glückstadt I waren Kröncke (5½/7), Appel (6/7), Stark (6½/7), Mitternacht (3½/5), Langbehn (2/2) besonders erfolgreich. Außerdem gehörten Reimers, Magdorf, Baczinski und Wagner zur Stammformation.
Für SG Glückstadt II, die ebenfalls sehr erfolgreich waren und den Aufstieg in die Bezirksliga Westküste schafften, spielten Langbehn (5/6), Timm (4/6) und Lohmann (4/5) herausragend.
In einem Zeitungsrundschreiben wurde erwähnt, dass die SG Glückstadt 1976 mit dem Doppelaufstieg den bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte erzielt hatte. Es war das erste Mal, dass ein Erwachsenenteam der Schachgesellschaft die höchste Spielklasse Schleswig-Holsteins erreicht hatte.
Auch die Jugend war weiterhin (wie bereits gewohnt) erfolgreich und wurde mit 6:4 Mannschaftspunkten hinter der Jugend des Lübecker SV und des MTV Barmstedt Dritter in der Jugendlandesliga.
Christine Friedrichsen nahm erneut bei der Deutschen Mädchenmeisterschaft teil, die 1976 in Berlin stattfand. Hier erreichte sie mit viereinhalb Punkte aus sieben Runden einen guten vierten Platz. Zudem war sie punktgleich mit der Dritten Berglitz aus Hamburg.
1976 war auch das Jahr des Manfred Kröncke: Nicht nur, dass Kröncke Glückstädter Vereinsmeister von 1975/76 wurde, nein, er belegte bei den Landeseinzelmeisterschaften Schleswig-Holsteins in der Vormeisterklasse hinter dem Barmstedter Ingo Schüler einen guten zweiten Platz. Dieser berechtigte zur Teilnahme an der Schleswig-Holsteinischen Meisterklasse 1977!
Außerdem gewann Manfred Kröncke die 3. Offene Barmstedter Stadtmeisterschaft mit 7 aus 9. Auf einen hervorragenden vierten Platz kam zudem der Glückstädter Peter Magdorf.
Auch das Jonni-Eberlin-Pokalturnier wurde mit 15½ aus 17 von Kröncke gewonnen, der sich allerdings erst im Stechen mit dem punktgleichen Helmut Appel durchsetzen musste.
Dritter wurde Langbehn (14,0) vor Siewert (13,0) und Rutkowski (12,0).
Nur im Blitzen musste Kröncke anderen Spielern den Vortritt lassen. Hier waren Siewert und Langbehn besser oder gleichwertig.
Am 10.12.1976 kam es anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums des SK Kollmar auch zu einem Freundschaftsspiel in Kollmar. Dabei kam es zu folgenden Ergebnissen:
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SK Kollmar
|
5½:10½
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SG Glückstadt
|
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Semmelhaack
|
0:1
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Kröncke
|
|
Parden
|
0:1
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Appel
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Coldewey
|
½:½
|
Reimers
|
|
Dewitz
|
½:½
|
Baczinski
|
|
Kasch
|
0:1
|
Magdorf
|
|
Thormählen
|
½:½
|
Poschmann
|
|
Augustin
|
1:0
|
Herrmann
|
|
Petersen
|
½:½
|
Mitternacht
|
|
Lüders
|
0:1
|
Rutkowski
|
|
Kühl
|
1:0
|
Nissen
|
|
Fischer
|
0:1
|
Timm
|
|
Wohlert
|
1:0
|
Hartmann
|
|
Markus
|
0:1
|
Früchtenicht
|
|
Tiedemann
|
0:1
|
Lohmann
|
|
Saß
|
0:1
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Block
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Jührs
|
½:½
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Heinemann
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Wie so häufig folgte auf einen schachlichen Höhepunkt (hier der Landesliga-Aufstieg 1976) der Sturz bis zu einem nicht geahnten Tiefpunkt. Und so sollten sich auch die nächsten Jahre der Glückstädter Schachgesellschaft gestalten: das Team SG Glückstadt I musste nach nur einjähriger Zugehörigkeit wieder aus der Landesliga Schleswig-Holstein absteigen und zunächst den Gang in die Verbandsliga Süd antreten. Ein vorletzter Platz mit nur drei Mannschaftspunkten (ein 5½-Sieg gegen den Letzten Flensburger SK sowie ein 4:4-Unentschieden gegen den Siebten SG Neumünster) reichte nicht aus, um den Klassenverbleib in Schleswig-Holsteins höchster Spielklasse zu sichern.
Zudem blieb die SG Glückstadt von verschiedenen Schicksalsschlägen nicht verschont: am 9. März 1977 verstarb der langjährige Glückstädter Spitzenspieler Heinrich Reimers. Er gehörte der SG Glückstadt seit dem 1. März 1954 an und war u. a. 2. Vorsitzender und mehrfacher Vereinsmeister.
Helmut Appel hatte Ende der 70er Jahre ebenfalls einen schweren Schicksalsschlag hinzunehmen: ein Motorradunfall hinterließ deutlich seine Spuren, so dass zunächst auch Helmut Appel der SG Glückstadt schachlich nicht mehr zur Verfügung stehen konnte.
Die Saison 1977/78 (eine Saison nach dem Landesliga-Abstieg) brachte zwar noch einmal einen guten dritten Platz in der Verbandsliga Süd, doch das Desaster nahm vollends seinen Lauf, als sich das Team SG Glückstadt I nur eine Spielzeit danach sogar aus der Verbandsliga verabschieden musste!
Platz 8 (von 10 Teams) und 8:10 Mannschaftspunkte reichten nicht aus, um den Verbandsligaverbleib sicherzustellen. Die 3½:4½-Niederlage der Schlussrunde gegen den Heider SV besiegelte das Schicksal der Elbstädter, die sich nun wieder nach Jahren der Abstinenz in der Bezirksliga Westküste eingefunden hatten.
Das zweite Team der SG Glückstadt hatte sich bereits eine Saison zuvor (1977/78) mit einem (Bezirksliga-)Abstieg abfinden müssen, so dass die Leistungsentwicklung zumindest mannschaftlich eindeutig rückläufig war.
Der Turnierbetrieb in den Einzelturnieren lief indessen munter weiter. Vereinsmeister 1976/77 wurde Wolfgang Baczinski mit neuneinhalb Punkten aus elf Partien und deutlichem Vorsprung vor seinen Verfolgern Mitternacht und Hoffmann.
Sieger des „Eberlin-Gedächtnispokaltur-niers“ wurde nach Stichkampf Helmut Appel vor dem Vereinsmeister Baczinski. Beide Spieler hatten zuvor beachtliche 8 aus 9 erreicht. Dritter wurde Nissen mit 7 aus 9 vor Magdorf mit 5½ aus 9.
Bei den Landesmeisterschaften wurde Kröncke mit 2½ aus 9 leider nur Vorletzter in der Meisterklasse. Landesmeister wurde Peter Marxen vom TSV Preetz mit sechseinhalb Punkten.
Hans-Werner Stark erreichte in der Vormeisterklasse mit 4½ aus 9 den zehnten Platz von 20 Teilnehmern.
Bei der Offenen Barmstedter Stadtmeisterschaft 1977 siegte der Barmstedter Gerlach mit acht Punkten aus neun Partien punktgleich vor Manfred Kröncke dank der besseren Wertung. Den dritten Platz in diesem Turnier belegte Hans-Werner Stark vor dem Vierten Hajo Siewert, der mit 6½ aus 9 auch die Jugendwertung gewann. Auf einen guten achten Platz in diesem Turnier kam der Glückstädter Langbehn, der es immerhin auch noch auf sechs Punkte brachte. Die Glückstädter Baczinski, Jessen, Magdorf und Scheffler fanden sich alle in Mittelfeld des Turniers wieder.
Überlegener Blitzmeister der SG Glückstadt wurde 1977 mit fünf Punkten Vorsprung Helmut Appel, der aus 18 Partien sämtliche 18 Punkte abräumte. Platz 2 belegte Manfred Kröncke mit 13 Punkten, während Platz 3 an den Neu-Glückstädter Günter Dewitz (12 Punkte) ging.
Bei der Jahreshauptversammlung der SG Glückstadt am 12. Mai 1977 wurde den Herren Schacht und Timm die silberne Ehrennadel des Vereins verliehen. Zudem wurde Christine Friedrichsen Referentin für Mädchenschach im Landesverband Schleswig-Holstein.
1978 wurde Manfred Kröncke im Kreis Steinburg Sieger in den Wettkämpfen um den Silbernen Turm (heutige Bezeichnung: Dähne-Pokal).
Zudem gewann Kröncke nach dem Jahr des Meisterklassen-Abstieg die Vormeisterklasse vor Hans-Werner Stark. Beide erspielten sich damit die Berechtigung für die Meisterklasse 1979.
Christine Friedrichsen wurde bei den Damen Schleswig-Holsteinische Landesmeisterin.
Das „Jonni-Eberlin-Turnier“ wurde 1978 von Wolfgang Baczinski (10½/11) vor Helmut Appel (9½) und Günter Dewitz (9) gewonnen, während sich 1979 im selben Turnier Detlef Friedrichsen mit neun Punkten aus elf Partien durchsetzte. Im Verfolgerfeld waren Neuzugang Scheller, Baczinski (beide 8½), Nissen (8) und Christine Friedrichsen (7½).
Hilke Jessen besiegte bei einer Simultanveranstaltung in Kollmar den tschechischen GM Jan Smejkal!
Vereinsmeister 1978/79 wurde Claus-Dieter Scheller, der somit einen ausgezeichneten Einstand bei der Schachgesellschaft Glückstadt vorweisen konnte. Bei der Vereinsmeisterschaft wusste sich Scheller allerdings erst im Stichkampf gegen den alten Haudegen Herbert Mitternacht durchsetzen, ehe er den Titel sein Eigen nennen konnte.
Bei den Schleswig-Holsteinischen Landesmeisterschaften 1979 in Heide erreichte Manfred Kröncke diesmal mit vier Punkten den neunten Platz in der Meisterklasse, während Christine Friedrichsen ihren tollen Landesmeister-Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen konnte. Zudem nahm sie 1979 auch noch an der Deutschen Damenmannschaftsmeisterschaft für Schleswig-Holstein teil.
Während die einzelnen Glückstädter Spieler(innen) jeweils nette Turniererfolge aufweisen konnten, lief es in den Mannschaftsspielen indessen überhaupt nicht und so kam es zu dem Sturz in die Liga, die man spätestens 1975 endlich überwunden glaubte.
Wie schwer sich die Schachgesellschaft Glückstadt unter dem Aderlass vieler Spitzenspieler Anfang der 80er Jahre tat, und was sich sonst noch so in den turbulenten 80er Jahren ereignete, ist im sechsten Teil unserer Vereinschronik („Bezirkschaos“) nachzulesen.
Abschließend noch die obligatorische Statistik:
Vereinsvorsitzende der SG Glückstadt 1970-1971 Karl Michel 1971-1979 Herbert Mitternacht
Vereinsmeister der SG Glückstadt 1970 Helmut Appel 1971 Helmut Appel 1972 Manfred Kröncke 1973-74 Heinrich Reimers 1975 Heinrich Reimers 1976 Manfred Kröncke 1977 Wolfgang Baczinski 1978-79 Claus-Dieter Scheller
Ereignisse auf Mannschaftsebene 1970 Aufstieg in die neugegründete Verbandsliga Süd 1971 Vizemeisterschaft in der Verbandsliga Süd SG Glückstadt II wird Kreisklassenmeister 1973 Abstieg aus der Verbandsliga Süd, SG Glückstadt-Jugendteam steigt in die Jugendlandesliga Schleswig-Holstein auf 1975 Rückkehr und Aufstieg in die Verbandsliga Süd 1976 SG Glückstadt I: Verbandsliga-Meister und Landesliga-Aufstieg, SG Glückstadt II: Bezirksklassen-Meister und Bezirksliga-Aufstieg 1977 SG Glückstadt I: Abstieg aus der Landesliga Schleswig-Holstein 1978 SG Glückstadt II: Abstieg aus der Bezirksliga Westküste 1979 SG Glückstadt I: Abstieg aus der Verbandsliga Süd in die Bezirksliga Westküste
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